Mining und Steuern: Was müssen Krypto-Miner in Deutschland beachten

Jun 6, 2022 2:53 PM

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1.

Was ist “Mining”?

Es gibt verschiedene Arten, Bitcoins (BTC) zu erwerben. Man kann sie auf einer Kryptobörse kaufen sowie sie als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen akzeptieren. Oder man kann neue Coins einfach minen (selbst herstellen). 

Das Mining (deutsch: “schürfen”) ist ein Prozess, bei dem Transaktionsdatensätze auf der Blockchain hinzugefügt werden. Dieser Prozess ist so konzipiert, dass jede Transaktion bestätigt werden und jeder einzelne User/Miner des Netzwerks auf dieses Konto zugreifen kann. 

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Das Mining ist notwendig, um ein dezentrales Blockchain-System zu bewahren. Der Mining-Prozess erfordert allerdings Rechenleistung, daher geht dieser mit hohen Stromkosten einher. Um diese Kosten zu decken und die Miner zu motivieren, erhalten diese für die erbrachte Rechenleistung eine sogenannte Mining-Belohnung. Bei Bitcoin beträgt diese 12,5 BTC Transaktionskosten. Je mehr Rechenleistung die Miner hierbei aufwenden, desto höher ist ihre Belohnung

2.

Welche Mining-Formen gibt es?

Man unterscheidet derzeit zwischen vier Mining-Formen.

  • Solo-Mining

Das Solo-Mining wird in der Regel von großen Unternehmen oder Mining-Farmen betrieben. Diese betreiben den Mining-Prozess mit ihrer eigenen Hardware. Auch Einzelpersonen können Solo-Mining betreiben, aber das lohnt sich wirtschaftlich nicht, da die Kosten für die Hardware sehr hoch sind.

  • Pool-Mining

Beim Pool-Mining schließen Teilnehmer ihre Kräfte, also ihre eigene Hardware, zusammen und bündeln ihre Rechenleistung, um ihre Chance auf eine Belohnung durch gemeinsames Mining zu erhöhen. 

  • Cloud-Mining

Für das Cloud-Mining brauchen Minder keine eigene Hardware. Die notwendige Rechenleistung für das Minung wird bei einem Cloud-Anbieter entweder gemietet oder gekauft. 

  • Helium-Mining

Das Helium-Minung ist eine ganz andere Form des Minings und verbraucht weniger Strom als andere Mining-Formen. Hierbei schließen sich mehrere Miner in einem Netzwerk (Hotspot) zusammen und stellen Sender bereit, die den Ausbau des Netzwerks unterstützen. Als Belohnung bekommen die Miner eine andere Kryptowährung names Helium (HNT). Je mehr Miner es gibt, desto besser, weil Betreiber von Hotspots vor allem dann belohnt werden, wenn spezielle Geräte, die Miner selbst kaufen und aufstellen müssen, an verschiedenen Standorten platziert werden. 

3.

Ist Mining steuerpflichtig?

Das hängt davon ab, ob du Mining gelegentlich oder regelmäßig betreibst.

Wenn du nur nebenbei Mining betreibst und damit unter der jährlichen Freigrenze von 256 Euro bleibst, musst du keine Steuer zahlen. In dem Fall musst du dich auch nicht selbstständig machen. Solche Gewinne fallen dann unser “sonstige Leistungen”.

Wenn die Freigrenze von 256 Euro überschritten wird, liegt dadurch ein gewerbliches Mining vor. In diesem Fall muss man seine Gewinne in der Steuererklärung angeben und sie versteuern. 

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